Auf den Inhalt springen
Discover Culture
DE
Barocker Kupferstich eines Festplatzes mit Sprechblase „O Neptune!“, Theatermuseum Wien Kulturpartner / Theatermuseum Wien

Theatermuseum Wien

Theatermuseum Wien im Palais Lobkowitz

Im Theatermuseum Wien im Palais Lobkowitz sind die Sternstunden des Bühnenzaubers für immer festgehalten. Das Haus vereint Sammlungsbestände zu allen Themen der darstellenden Künste. Dabei reicht der Blick von Österreich bis weit über die Grenzen hinaus.

Foto:© KHM-Museumsverband

Eine der größten Dokumentationsstätten der Bühnenkunst

Das Theatermuseum Wien zählt zu den weltweit größten und bedeutendsten Dokumentationsstätten seiner Art. Es bewahrt Zeugnisse der Bühnenkunst, vom Sprech- und Musiktheater über Tanz und Film bis zum Figuren- und Puppentheater. Diese Zeugnisse archiviert, erforscht und publiziert das Museum. Außerdem präsentiert es sie in aufwendig gestalteten Ausstellungen.

Zu den Sammlungen gehören zum Beispiel Kostüme, Bühnenbildmodelle, Handzeichnungen, Gemälde und Fotografien. Ebenso bewahrt das Museum Handschriften, Theatergrafik, Plakate, Programme und Künstlerandenken. Darüber hinaus besitzt es Figuren- und Papiertheater, darunter Teschners Figurenspiegel.

Das Palais Lobkowitz

Das Palais Lobkowitz ist der erste bedeutende barocke Stadtpalast, den man in Wien nach der Zweiten Türkenbelagerung von 1683 erbaute. Hier hat heute das Theatermuseum Wien seinen Sitz. Bauherr war der kaiserliche Oberstallmeister Philipp Sigmund Graf von Dietrichstein. Mit dem Bau beauftragte er den kaiserlichen Hofingenieur Giovanni Pietro Tencala. Den Mittelrisalit mit dem Hauptportal gestaltete hingegen Johann Bernhard Fischer von Erlach. Schließlich war das Palais 1694 vollendet.

Ab 1745 gehörte das Haus der Familie Lobkowitz. Besonders Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz begeisterte sich für Musik und Theater. Er förderte Ludwig van Beethoven, der oft im Haus zu Gast war und hier musizierte. Da der Fürst Widmungsträger der 3. Symphonie war, trägt der Festsaal den Namen „Eroica-Saal“. Seine heutige Gestalt erhielt der Saal allerdings schon zwischen 1724 und 1729. Damals bemalte der Niederländer Jacob van Schuppen seine Decke.

Lange bevor das Theatermuseum Wien einzog, nutzten andere das Palais. Von 1869 bis 1909 befand sich hier zum Beispiel die französische Botschaft. Von 1947 bis 1979 beherbergte es außerdem das französische Kulturinstitut. Danach ging das Haus an die Republik Österreich. Sie ließ es generalsanieren und für das Museum umbauen.

Am 26. Oktober 1991 öffnete dann das Theatermuseum Wien im Palais Lobkowitz feierlich seine Türen.

Das Haus gehört zu den Kulturpartnern von Discover Culture. Mehr erfahren Sie auf der Website des Theatermuseums. Außerdem finden Sie bei uns weitere Kulturpartner.

Foto: © Theatermuseum, Wien

Kupferstich „La Contesa dell’Aria e dell’Acqua“ aus dem Theatermuseum Wien
Mehr Häuser wie Theatermuseum Wien Neue Touren zeigen wir zuerst auf Instagram und Facebook.